Chile – Argentinien: Internationales Bieterverfahren für „Túnel de Agua Negra“ eröffnet

tunnel

Die Anfangsinvestitionen für die rund 14 Kilometer lange künstliche Passage in den Anden belaufen sich auf 1,4 Milliarden US-Dollar (Fotos: andeslab)
Datum: 17. Oktober 2016
Uhrzeit: 14:38 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Die südamerikanischen Länder Chile und Argentinien teilen sich eine der längsten binationalen Grenzen der Welt – mit einem gewaltigen physischen Hindernis wie den Anden. In einer globalisierten Welt wird es ohne eine starke regionale Vereinigung oder Mitgliedschaft in einem geopolitischen Block immer schwieriger, wirtschaftlich zu überleben. Mit Plänen für den binationalen Straßentunnel „Túnel de Agua Negra“ haben die Regierungen beider Staaten bereits vor über einem Jahr den Beginn „eines der größten Projekte der binationalen Integration in Südamerika“ gestartet. Am Montag (17.) gaben Buenos Aires und Santiago bekannt, dass das internationale Bieterverfahren für das Mega-Projekt eröffnet wurde.

dagehtwat

Der neue Verkehrsweg verbindet die argentinische Provinz San Juan mit der chilenischen Region Coquimbo. Das erdbebensichere Projekt umfasst zwei Tunnel (einer pro Fahrtrichtung), die jeweils eine Länge von etwa 13,9 Kilometern aufweisen. 72% des Bauwerks liegen auf argentinischem Territorium, 28% auf dem Gebiet von Chile. Die Zufahrt auf argentinischer Seite liegt 4.085 Meter über dem Meeresspiegel, in Chile auf 3.620 Meter (durchschnittliche Steigung von 3,37%). Die Fahrbahnen sind 7,50 Meter breit, mit entsprechenden Seitenstreifen für den Fußgängerverkehr und Serviceleistungen. Die Anfangsinvestitionen liegen bei geschätzten 1,4 Milliarden US-Dollar. Da der Tunnel auf einem niedrigeren Höhenniveau als der aktuelle Grenzübergang in der Region liegt, wird er von starken Regenfällen in der Winterzeit unbeeinflusst bleiben und nicht von temporären Schließungen betroffen sein.

chile-argentinien-brasilien-korridor-binational

Seinen politischen Impuls hatte das Projekt am 28. August 2009, aufbauend auf dem Gipfel der UNASUR in San Carlos de Bariloche, bekommen. Unterzeichner der Absichtserklärung waren die Staatsoberhäupter von Argentinien, Cristina Fernández, Michelle Bachelet (Chile) und Luiz Inácio Lula da Silva (Brasilien).

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.

Leider kein Kommentar vorhanden!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!