Brasilien: Köln schafft Verbindung zu Lateinamerika

Datum: 15. Juli 2011
Uhrzeit: 10:39 Uhr
Ressorts: Brasilien, Panorama
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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► Größte brasilianische Gemeinde in Deutschland

Die Stadt Köln wird mit der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro ihre 22. internationale Städtepartnerschaft eingehen. Der Kölner Rat hat sich an diesem Donnerstagabend mit breiter Mehrheit dafür ausgesprochen. Im Rahmen der Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage im September in Rio de Janeiro wird Oberbürgermeister Jürgen Roters den Städtepartnerschaftsvertrag gemeinsam mit dem dortigen Bürgermeister Eduardo da Costa Paes unterzeichnen. Rio de Janeiro ist zweitgrößte Stadt und neben São Paulo bedeutendstes Handels- und Finanzzentrum Brasiliens.

„Ich freue mich, dass die Gründung der Städtepartnerschaft mit Rio de Janeiro im Rat der Stadt Köln eine so breite Mehrheit gefunden hat. Mit dieser Partnerschaft erschließen wir uns privilegierte Kontakte in eine der faszinierendsten Städte dieser Welt und in das größte, politisch wie wirtschaftlich bedeutsamste und kulturell überaus reiche Land Lateinamerikas, das neben China, Indien und Russland zu den vier wichtigsten Schwellenländern der Welt zählt“, so Oberbürgermeister Roters.

Die Zusammenarbeit zwischen beiden Städten wird sich auf zahlreiche Handlungsfelder erstrecken:

Das Management großer Veranstaltungen, im Besonderen sportlicher Großereignisse, steht im Mittelpunkt des Interesses. Rio de Janeiro ist Austragungsort der FIFA-Fußball-WM 2014 und der Olympischen Sommerspiele 2016. Unter dem Stichwort „Green Copa“ hat sich die künftige Partnerstadt das Ziel gesetzt, beide Events umweltgerecht und nachhaltig durchzuführen. Dazu wird es ebenso einen intensiven Informations- und Erfahrungsaustausch geben wie zu den Themen Sicherheit, Verkehr, Stadtplanung und Tourismus.

Klima-, Katastrophen- und Umweltschutz mit einem besonderen Augenmerk auf Innovation und Nachhaltigkeit zum Beispiel beim Hochwasserschutz beschäftigen beide Städte gleichermaßen. Sie haben sich vorgenommen, bei diesen Fragen künftig eng zu kooperieren, beste Praktiken auszutauschen und zukunftsfähige Lösungen für die immer urbaner werdende Welt zu entwickeln. An der im Juni 2012 in Rio de Janeiro stattfindenden UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung wollen sich beide Städte aktiv beteiligen.

Wirtschaftlich wird sich Köln durch die Partnerschaft mit Rio de Janeiro in einer der dynamischsten Volkswirtschaften weltweit in eine attraktive Position bringen. Der brasilianische Markt bietet nicht nur viel Potenzial für Investitionsmöglichkeiten der Kölner Firmen, sondern ebenso umgekehrt für die Akquise dortiger Unternehmen für den Standort Köln.

Mit rund 15.000 Menschen brasilianischer Herkunft bildet die Region Köln die größte brasilianische Gemeinde in Deutschland.

„Bereits in der Gründungsphase der Städtepartnerschaft hat sich gezeigt, wie vielfältig und lebendig die Kölner Beziehungen zu Rio de Janeiro sind. Dass wir mit zwei Städtepartnerschaftsvereinen an den Start gehen werden, unterstreicht, wie tief verankert diese künftige Städtepartnerschaft schon jetzt in der Kölner Bürgerschaft ist“, so das Stadtoberhaupt.

Die Pflege der kulturellen, akademischen und sozialen Bindungen wird deshalb ein integraler Bestandteil der städtepartnerschaftlichen Beziehungen sein. Erste Kontakte mit möglichen Partnerinnen und Partnern für Kölner Schulen, die Hochschulen und die Universität bestehen bereits.

In Zusammenarbeit mit dem kirchlichen Hilfswerk MISEREOR und ihrer lokalen Partnerin in Rio de Janeiro, der Stiftung Bento Rubiao, soll darüber hinaus eine Projektpartnerschaft entwickelt werden. Die Stiftung arbeitet in den Favelas von Rio de Janeiro und richtet sich mit ihrer Arbeit an die am meisten benachteiligte Bevölkerungsgruppe der Stadt, die durch diese Projektpartnerschaft in die städtepartnerschaftlichen Aktivitäten integriert würde.

Vom 17. bis 21. September 2011 reist Oberbürgermeister Jürgen Roters nach Rio de Janeiro zur Unterzeichnung des Gründungsvertrages der Städtepartnerschaft. Er wird eine Gruppe von Kölner Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern aus den Bereichen Wirtschaft, Sport, Bildung und Klimaschutz ansprechen, ihn als Teil einer großen Delegation auf eigene Kosten nach Brasilien zu begleiten. Die neue Partnerschaft soll so von vornherein auf eine breite Basis gestellt werden. Ein Gegenbesuch aus Rio de Janeiro soll nach Möglichkeit noch in diesem Jahr erfolgen.

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  1. 1
    Der Bettler

    Find ich gut diese Städtepartnerschaft mit Rio. Kann nur jeder gewinnen.

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