Kolumbien: Mitglieder der FARC verrieten Aufenthaltsort von Alfonso Cano

santos

Datum: 06. November 2011
Uhrzeit: 23:13 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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► Kopfgeld von 5 Millionen US-Dollar

An der Operation “Odiseo” (Odysseus), die zum Tod des Terroristenchefs Alfonso Cano führte, waren auch Angehörige der FARC (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) beteiligt. Dies gab der kolumbianische Verteidigungsminister Juan Carlos Pinzón am Sonntag (6.) bekannt. Laut dem Minister war die Aktion seit über einem Jahr geplant, mehr als 890 Uniformierte und 47 Flugzeuge daran beteiligt. Präsident Juan Manuel Santos bekräftigte, dass der kolumbianische Geheimdienst, Spezialeinheiten der Luftwaffe und Mitglieder aus den Reihen der FARC, an der Ermittlung des Aufenthaltsortes von Cano beteiligt waren. Auf den Guerilla war ein Kopfgeld von 5 Millionen US-Dollar ausgesetzt.

„Die Operation wurde über ein Jahr sorgfältig und unermüdlich vorbereitet. Unser Geheimdienst arbeitete dabei auch mit Personen innerhalb der FARC zusammen. Diese Männer lieferten die entscheidenden Informationen über den Aufenthaltsort des Rebellen“, erklärte der Präsident in einer Rede in der Stadt Popayán (Hauptstadt des kolumbianischen Departamento de Cauca).

Flavio Ulloa, stellvertretender Kommandeur der Luftwaffe von Kolumbien, gab am Sonntag (6.) Einzelheiten über die Operation bekannt. „Nach dem Angriff auf das Lager der Terroristen wurde Cano bei seinem Fluchtversuch von unseren Soldaten getötet. Wir konnten sieben Computer, 39 USB-Sticks, 24 Festplatten und 164 Millionen Pesos in bar (ca. 80.000 US-Dollar) sicherstellen. Die Leiche von Guillermo León Sáenz, alias Alfonso Cano, wurde um 21:00 Uhr (02:00 GMT Samstag) offiziell identifiziert. Seine Leiche lag neben die seiner Lebensgefährtin und seines Funkers“, so der Offizier.

Carlos Valdés, Direktor der Rechtsmedizin bestätigte nach neun Stunden Obduktion, dass Cano an seinen Schussverletzungen gestorben war. Seine Leiche wird am Montag (7.) an seinen Bruder Roberto Sáenz überstellt. Die Regierung forderte alle Beteiligten auf, dem getöteten Terroristenchef eine „würdige Behandlung und ein christliches Begräbnis“ zu ermöglichen.

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  1. 1
    hombre

    Für Geld verrät man sogar seine eigene Gesinnung…

    Die FARC scheint nur ein Haufen Banditen zu sein der sich mit Drogenhandel und Entführung ein schönes Leben finanziert und dabei so tut als würde er einen politischen Wandel im Sinnes des Volkes wollen!!!
    Wie Heuchlerisch der Mensch doch ist…

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