Jamaika: Wütender Mob wollte Homosexuellen lynchen

gay

Datum: 05. November 2012
Uhrzeit: 15:09 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Schwule müssen um ihr Leben fürchten

Auf der Karibikinsel Jamaika ist ein junger Homosexueller von einem aufgebrachten Mob mit Fäusten und Schlägen traktiert worden. Nach Berichten lokaler Medien war der Student mit seinem Freund in einer verfänglichen Situation in einem Badezimmer der University of Technology „erwischt“ und zusammengeschlagen worden. Der Mann fürchtete um sein Leben und suchte Zuflucht in einer Post-Filiale. Dort wurde er unter dem Gejohle einer sich vor dem Eingang zusammenrottenden Menschenmenge vom Sicherheitspersonal geschlagen, jeder Treffer auf dem Körper des Gepeinigten wurde mit Beifall bedacht. Dieser Vorfall ist kein Einzelfall, wurde diesmal allerdings auf einem Video festgehalten.

Homosexualität in Jamaika unterliegt weitgehend gesellschaftlicher Ächtung und homosexuelle Handlungen sind illegal, Schwulen- und Lesben-Communitys sind extremen Vorurteilen ausgesetzt. Der sexuelle Akt zwischen Männern ist gesetzlich verboten und wird mit bis zu 10 Jahren Haft bestraft. Frauen betrifft dieses Gesetz de facto nicht, es wird in keiner Stelle des Gesetzes Bezug darauf genommen. Das renommierte „Time Magazine“ nannte Jamaika bereits 2007 „das homophobste Land der westlichen Hemisphäre“. Schwule müssen dort tatsächlich um ihr Leben fürchten.

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