Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat das Handelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur verkündet, das am 1. Mai vorläufig in Kraft treten wird. Der Staatschef stellte es als Antwort auf den Protektionismus von Donald Trump und als Bekenntnis zum Multilateralismus dar. Brasilien macht nach fast 25 Jahren Verhandlungen einen entscheidenden Schritt bei der Umsetzung des Handelsabkommens mit der Europäischen Union. Die Unterzeichnung des Dekrets bedeutet die vorläufige Inkraftsetzung eines der größten Handelsabkommen der Welt. Bei der Unterzeichnung betonte Lula, dass das Abkommen den Multilateralismus gegenüber den einseitigen Politiken stärkt, die von den USA unter der Führung von Donald Trump vorangetrieben werden.
Der brasilianische Präsident vertrat die Ansicht, dass die Zusammenarbeit zwischen Blöcken der beste Weg sei, um wirtschaftliche Entwicklung und globale Stabilität in einem von Handels- und geopolitischen Spannungen geprägten Kontext zu gewährleisten. Der Staatschef hob auch die Anstrengungen hervor, die der Abschluss des Abkommens gekostet habe, und wies darauf hin, dass es „Eisen, Blut und Schweiß“ gekostet habe, da es Interessen gebe, die dem Wachstum Brasiliens auf den internationalen Märkten entgegenstünden.
Ein riesiger Markt
Das Handelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur bildet sowohl hinsichtlich der Bevölkerung als auch des Wirtschaftsvolumens eine der größten Freihandelszonen der Welt: Umfasste Länder 31, Gesamtbevölkerung 620 Millionen Menschen, Gesamt-BIP 20,24 Billionen Euro. Der brasilianische Außenminister Mauro Vieira betonte, dass das Abkommen nicht nur wirtschaftliche Auswirkungen habe, sondern auch eine klare politische Botschaft zugunsten der internationalen Integration sende. Brasilien ist der Ansicht, dass dieses Abkommen als Plattform dienen kann, um die Handelsbeziehungen des Blocks mit anderen Ländern wie Singapur oder Kanada auszubauen und sogar künftige Erweiterungen zu erleichtern. Lula wies zudem auf den möglichen Beitritt Kolumbiens zum Mercosur hin, was das Gewicht des Blocks im globalen Handel stärken würde.







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