Journalismuspreis für Hugo Chávez: Sie haben den Bock zum Gärtner gemacht – Update

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Datum: 13. Juni 2013
Uhrzeit: 14:40 Uhr
Leserecho: 6 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Neue Kontroverse in Venezuela

Der verstorbene venezolanische Präsident Hugo Chávez ist postum und einstimmig mit dem Sonderpreis „Premio Nacional de Periodismo Simón Bolívar“ ausgezeichnet worden. Der nationale Journalismuspreis wird am 27. Juni (Nationaler Tag der Journalisten) von der Familie des verstorbenen bolivarischen Führers im Miraflores-Palast in Empfang genommen. Die Vergabe des Preises hat zu einer neuen Kontroverse in Venezuela geführt, ausgehend von der Nationalen Vereinigung für Journalisten (CNP).

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„Weder Simón Bolívar noch Hugo Chávez waren Journalisten. Es gab allerdings nie bessere Kommunikatoren als diese beiden“, erklärte Journalistin Lil Rodríguez, verantwortlich für die Bekanntgabe der Gewinner der verschiedenen Kategorien. Nach ihren Worten spiegelt die Verleihung des Preises den Kampf von Chávez gegen die „Lüge“ und gegen die „Manipulation der Medien“ wider.

Es gibt in Lateinamerika viele herausragende Journalisten, Publizisten und auch Politiker, die sich um die Presse- und Meinungsfreiheit verdient gemacht haben und einer Auszeichnung wert sind. Einige dieser Persönlichkeiten haben einen bislang recht renommierten Medienpreis erhalten, ohne dass darüber diskutiert werden musste, ob sie der Auszeichnung würdig waren.

Die „Würdigung“ eines Hugo Chavez erscheint allerdings als blanker Hohn. Durch strenge Mediengesetze und empfindliche Geldstrafen hatte der Verstorbene die einflussreichen – und in der Regel oppositionellen – privaten Rundfunksender zum großen Teil unter Kontrolle gebracht. 2010 ließ er das „Gesetz über die Verantwortung in Hörfunk und Fernsehen“ („Ley Resorte“) verschärfen und auf das Internet ausweiten. Es stellt Botschaften unter Strafe, die „zu Hass anstiften“, „Unruhe in der Bevölkerung verbreiten“ und „Amtsträger herausfordern“. Seither sind nicht nur traditionelle Medien, sondern auch Betreiber und Provider von Internetseiten für Inhalte haftbar, die sie verbreiten – also auch für Lesermeinungen und Kommentare.

Bereits im August 2009 hatten 34 lokale Radio- und Fernsehsender „aus technischen und administrativen Gründen“ ihre Lizenz verloren. Gleichzeitig treiben die Behörden den Aufbau eines staatlich kontrollierten Rundfunksystems voran.

„Die CNP lehnt diese Auszeichnung für einen Nicht-Medien-Profi kategorisch ab. Hugo Chávez hat ihn seiner Regierungszeit 34 Radio- und Fernsehsender geschlossen, was zur Entlassung von Dutzenden Kollegen geführt hat. Ebenfalls hat er öffentlich zahlreiche Reporter verspottet“, lautete die Erklärung des Verbandes. Ausdrücklich wurde darauf hingewiesen, dass ein Preisträger eine universitäre Ausbildung vorzuweisen und einen journalistischen Hintergrund haben müsse.

Kommunikationsminister Ernesto Villegas sieht dies naturgemäß ganz anders. Berechtigte Zweifel an den journalistischen Fähigkeiten von Chavez bezeichnet er als „anachronistisch“, die Haltung des CNP als „korporatistisch“. Nach seinen Worten ist die Anerkennung verdient, da die ganze Welt – außer der CNP – Chávez als herausragenden Kommunikator anerkenne. „Diese Ablehnung reduziert die kommunikativen Fähigkeiten unseres Comandante auf den Besitz einer Lizenz oder eines Hochschulabschlusses-Abschlusses“, so der Minister.

Update 27. Juni

María Gabriela Chávez hat am Donnerstag den Sonderpreis „Premio Nacional de Periodismo Simón Bolívar“ entgegen genommen.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    pandora

    Es gab wahrscheinlich nie jemanden – über den mehr berichtet wurde .
    Nur DAS verdient keinesfalls einen Preis – ganz im Gegenteil !!

  2. 2
    pandora

    por favor……. – lohnt sich nicht dieser Regierung Aufmerksamkeit zu schenken…. Ende des Jahres kann sich eh keine Sau mehr was kaufen , dann regelt sich das Problem von selbst….

  3. Ich schlage Adolf Hitler post mortum für den Friedensnobelpreis vor!

  4. 4
    Oskar

    Ich warte auf den Tag an dem auch dem dümsten klar wird was Sie alles Ihrem geliebten Comandante zu verdanken haben.
    Im Facebook ist es sehr still geworden ,ich glaube langsam dämmert es auch unterbelichteten das da etwas schief läuft.
    Leider glaube ich nicht an eine friedlich lösung ,da ist zuviel Geld zu holen.
    Ich hoffe nur das die Konten von Ramirez und anderen sozialisten im Ausland gesperrt werden.

  5. 5
    Der Bettler

    Mehr Korruption geht ja gar nicht mehr !! Chaveztochter wird Präsidentin einer Mission,Chavezbruder wird Justizdirektor,und die anderen vom Clan haben auch ihre Pöstchen,alles um das Volk noch mehr abzuzocken.Und
    nun bekommt Chavez noch den Medienpreis.Sowas ist ein Hohn für das Volk und gegenüber der ganzen Welt. Kann den keiner dem Wahnsinn mal ein Ende setzen ?

  6. 6
    alexandro

    Die ganze Welt, ich kenne nur wenige die in wahrgenommen haben und einer davon; der spanische König sagte zu ihm halt endlich dein Maul.Soviel zum grossen Kommunikator

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