Kommunalwahlen in Venezuela: Kandidat der Opposition ermordet

autobus

Autobus von Oppositionsführer Capriles wurde mit Molotowcocktails beworfen (Foto: Capriles)
Datum: 27. November 2013
Uhrzeit: 09:00 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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Im südamerikanischen Land Venezuela finden am 8. Dezember Kommunalwahlen statt. Inmitten einer sich verschlechternden Wirtschaft, Inflationsraten jenseits von 50 Prozent und horrender Kriminalität bezeichnet die Opposition den Urnengang als große Chance für den Wandel im südamerikanischen Land. Am Dienstag (26.) ist José Chirinos, Kandidat der Opposition für den Gemeinderat in Baralt (Bundesstaat Zulia), ermordet worden.

Nach Berichten staatlich nicht kontrollierter Medien nahm Chirinos an einer im Radio übertragenen Diskussion über eine Volksinitiative teil. Als er den Sender verlassen hatte wurde er auf der Hauptstraße (Sector Mene Grande) von zwei Männern auf einem Motorrad verfolgt und mit mehrerern Schüssen niedergestreckt. Das Opfer erlag noch am Tatort seinen Verletzungen, die Täter flüchteten unerkannt.

Eine Gruppe von Unbekannten hatte bereits Stunden zuvor in der Küstenstadt Maracay (Hauptstadt des venezolanischen Bundesstaates Aragua) einen Brandanschlag auf das Fahrzeug von Oppositionsführer Henrique Caprile Radoski verübt. Bereits am Samstag (23.) war der nationale Koordinator von Capriles, Alejandro Silva, in einem Hotel in Caracas von Sicherheitsbeamten festgenommen und 15 Stunden lang vom Geheimdienst verhört worden.

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  1. 1
    flocky44

    Wahrscheinlch können wir bald wieder lesen, das die Opposition sich gegenseitig umbringt um es der Regierung in die Schuhe zu schieben!

    Schade das sie so Jungs nicht schnappen und zum reden bringen!

    Drecks-Mafia!!!!!!

  2. 2
    Caramba

    Wer soll die denn schnappen?
    Ihre Kollegen von der Guardia? Und was sollen sie denen erzählen, was die noch nicht wüssten?
    Mord als Mittel der Politik hat in totalitären Regimen und speziell in Latino-Amerika eine lange Tradition….
    Saludos
    dd

  3. 3
    Tomás Fernández

    Die Sache in Maracay ist aber kein organisiertes Ding gewesen. Das waren halt ein paar halbstarke die mal was dolles“machen wollten. Das sollte man nicht überbewerten.
    José Chirinos Tod hingegen ist eine echte Sauerei. Der feige Mord riss einen Freund und großen Verfechter für ein neues, besseres Venezuela aus unserer Mitte. Ich hoffe wir sind alle in Gedanken bei den Angehörigen in der schweren Stunde. Sein Tod darf einfach nicht umsonst gewesen sein und alle sollten an der richtigen Sache mitarbeiten. Den Umbruch in ei besseres, sichereres Venezuela.
    Deshalb auch … Sonntag !!! „Caracas bewegt sich für den Wandel“

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