Drogenkonferenz: Länder Lateinamerikas und der Karibik diskutieren neue Wege

celac

Lateinamerikas Länder wollen in der Drogenbekämpfung stärker zusammenarbeiten (Foto: Reproduktion)
Datum: 13. Mai 2014
Uhrzeit: 20:46 Uhr
Leserecho: 6 Kommentare
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In Guatemala treffen sich dieser Tage Minister und Regierungsvertreter der 33 Länder der Staatengemeinschaft Lateinamerikas und der Karibik (Celac). Am Dienstag und Mittwoch werden sie in der Stadt Antigua über das weltweite Drogenproblem diskutieren und mögliche, neue Lösungswege suchen.

Zum ersten Mal vereinen sich die 33 Länder zu dieser Konferenz, um das Drogenproblem gemeinsam anzugehen. Die Regierungschefs erwarten von dem Treffen neben einem Erfahrungsaustausch vor allem neue Wege im Kampf gegen den illegalen Drogenhandel und Drogenkonsum, wie es Guatemalas Präsident Otto Pérez Molina ausdrückte. Der Botschafter Costa Ricas, Javier Díaz, momentaner Präsident der Celac, verwies in seiner Eröffnungsansprache darauf, dass bei der Lösungssuche die verschiedenen wirtschaftlichen, politischen, sozialen und kulturellen Realitäten der Mitgliedsländer nicht vergessen werden dürften.

Erst vergangene Woche wurde in Uruguay der Konsum von Marihuana legalisiert. So wie es aussieht, können dem Beispiel durchaus bald auch andere südamerikanische und karibische Länder folgen. Das Model des Verbotes, das seit vielen Jahren praktiziert werde, habe wenig Wirkung zur Kontrolle dieser “Plage” gezeigt, erklärte Celac-Vertreter Guatemalas, Mauricio López Bonilla.

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  1. 1
    Caramba

    Schön dass es die Offiziellen auch endlich merken.
    Prohibition bringt nur den Kriminellen Vorteile, das sollte spätestens seit der Alkohol Prohibition in den USA eigentlich klar sein.
    Legalisieren, aber kontrollieren, und den Leuten, die von Drogen weg wollen, qualifiziert helfen, das würde was bringen. Die die von Drogen nicht wegwollen bringen sich so oder so damit um, legal oder illegal…..
    Und den Grossdealern würde gleichzeitig ihre Einnahmequelle wegbrechen, sie würden wieder werden, was sie vorher waren – kleine Gangster.
    Ganz zu schweigen von den möglichen Steuereinnahmen an weichen Drogen wie Marihuana……
    Weiter so! Legalize It!

  2. 2
    El Loco

    Ich eri8nnere mich al ich das Thema anchnitt als Uruguay da Gras legalisierte was hier an Unmut unter den Usern losbrach. Für mich total unverständlich.
    Ganz ehrlich gesehen ist Marihuana doch auch nicht viel was anderes als Zigaretten rauchen.
    Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte das doch von den Zigaretten Rauchern bestimmt 75% schon mal Gras geraucht haben. Süchtig nach dem Stoff sind doch letzendlich nur die labilsten geworden, die auch ihr ganzes leben zumindestens Marlbo** Came** oder oder weis der Teufel was auch immer konsumieren werden. Und das ist ja absolut legal. Schließlich beschert der Konsum von Cigaretten grade in den Mittel und Nordeuropäischen Staaten den Haushalten der verscjiedenen Ländern jährlich Steuereinnahmen in utopischer Milliardenhöhe. Darauf zu verzichten kann sich doch ernsthaft kein Staat leisten, und sie wollen es ja auch nicht wirklich.
    Würde man das tatsächlich nicht wollen, müssten andere Steuern wahnsinnig angehoben werden um den Ausfall zu kompensieren.
    Warum bitte soll also Marihuana nicht legalisiert und kontrolliert durch den Staat vertickt werden.
    Die Überschüsse die daraus erwirtschaftet werden könnten anderen staatlich geförderten Anti Drogenprojekten zu nutze kommen.
    Eine Legalisierung härterer Drogen lehne ich kategorisch ab. Das wäre ein Unding zumal diese, was auch immer wirklich stark abhängig machen und zumindest zu schweren körperlichen Schädigungen führen.
    Andererseits wissen wir alle das es so bemüht man auch immer sein wird eine effektive Bekämpfung von anderen Rauschmitteln quasi unmöglich ist.
    Es bleiben letztendlich immer nur Bemühungen die organisierten Händlerringe zu zerschlagen.
    Jeder der seinen Ar*** schon mal nach Lateinamerika bewegt hat und die Örtlichkeiten dort gesichtet hat sollte klar sein das es für absehbare zeit immer ein schaben mit einer Kuchengabel am riesigen Kuchen bleiben wird. Aber jeder Krümel der weg fällt ist letztendlich schon ein Erfolg.

  3. 3
    Caramba

    Tatsächlich ist Marihuana weit ungefährlicher als Tabak. Nikotin ist ein tödliches Nervengift und ruft starke körperliche Abhängigkeit hervor, während Tetrahydrocannabinol „lediglich“ psychische Abhängigkeit erzeugt, d.h. man „möchte“ einfach das schöne Gefühl wieder haben. Ein Entzug hat – ausser möglicherweise einer oder 2 schlafloser Nächte, da es ein Beruhigungsmittel ist – keinerlei körperliche Nebenwirkungen, ein Nikotinentzug schon – daher auch die vielen Hilfsmittelchen wie Nikotinkaugummi oder – tabletten.
    Ich bin FÜR eine Legalisierung auch harter Drogen, bei Behandlung der Süchtigen als Kranke und kontrollierter staatlicher Abgabe. Warum?
    Zum Einen, weil so die ganze Beschaffungskriminalität wegfällt. Ein Heroinsüchtiger braucht pro Tag ca. 50-100 Euro Stoff, bei gleichzeitiger Arbeitsunfähigkeit, d.h. seine einzige Wahl ist Kriminalität oder Prostitution. Das würde sich erledigen…..
    Zum anderen sind die Grossdealer so mächtig, weil sie immense Summen Geld verdienen, dass sie in legale und illegale Macht ummünzen können – also Firmen kaufen, Waffen kaufen, Polizisten und Politiker kaufen.
    Diese Geldmittel würden wir bei staatlichem Handel von jetzt auf gleich vollkommen austrocknen, und damit deren Macht in kurzer Zeit so beschneiden, dass man eine Chance hätte, sie zu bekämpfen.
    Bei den heutigen Gewinnspannen sehe ich diese Chance nicht, denn wenn Sie mit einem einzigen Flug Angst zehntausende Dollar/Euro verdienen, wird sich immer jemand finden, der verzweifelt oder dumm genug ist das zu tun. Diese Gewinnspanne gilt es also auszuschalten…..
    Die Süchtigen halten sie mit keiner Massnahme der Welt davon ab, sich Stoff zu besorgen, wie das Beispiel Singapur zeigt, noch nicht einmal mit der Todesstrafe. Die Zahl der Abhängigen ist dort nicht zurückgegangen, nur die Zahl der neu-„infizierten“ ganz leicht. Jemand der einmal süchtig ist wird alles tun um an Stoff zu kommen, auch buchstäblich seine Grossmutter verkaufen. Das meine ich wörtlich, und leider weiss ich genau wovon ich spreche – ich habe von diesem Leid genug im näheren Umfeld gesehen.
    Den meisten wäre mit sauberem Stoff und legaler Beschaffung sehr geholfen – sie hätten zumindest mal genug „Frieden“ um überhaupt anzufangen, was gegen ihre Sucht zu unternehmen.

    Das ist aber selbstverständlich nur meine Meinung…….
    Saludos
    dd

  4. 4
    Martin Bauer

    Ich war schon immer ein Befürworter der Legalisierung, auch wenn ich selber kein Konsument bin. Aber ehe ich mich hier neu zum Thema auslasse, hier das Link zu einem Artikel, den ich bereits im November 2011 für Latina-press schrieb. Bis auf ein paar Details, ist das noch immer aktuell.
    http://latina-press.com/news/111406-lateinamerika-von-drogen-und-abhaengigkeiten/

    • 4.1
      Caramba

      Sehr guter Artikel. Danke…!

  5. 5
    Bono

    Mich haben se Anfang der 90er mal an der Grenze von Holland erwischt mit Gras für 50 DM. Das hat mich 4500 DM Strafe und 6 Monate auf Bewährung gekostet.
    Hatte damals ein Jobangebot aus Colorado, was damit auch hinfällig war. Mein Anwalt hatte das vor Gericht angemerkt, das war dem Richter aber egal.
    Heute habe ich Rheuma und 2 Jahre lang MTX gespritz und meine Leberwerte sind dadurch in den Keller gegangen. Seit einem Jahr nehme ich kein MTX mehr und rauche abends eine oder wenn ich einen Rheumaschub kriege und komme damit viel besser klar.
    Ist zwar hier immer noch verboten, ist mir aber Latte.
    Alkohol und Zigarretten, 80% Steuern / Staat = Dealer :-(

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