Costa Rica: Armee von Nicaragua feuert auf kubanische Flüchtlinge – Update

kuba-usa1

Aktuell werden kubanische Migranten, die US-Territorium betreten, grundsätzlich als politische Flüchtlinge eingestuft (Fotos: ACN/Yamily Barnards)
Datum: 16. November 2015
Uhrzeit: 11:44 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Immer mehr Kubaner verlassen ihre Heimat und versuchen über Zentralamerika die Vereinigten Staaten zu erreichen. Die Behörden von Costa Rica haben vergangene Woche 1.600 Flüchtlinge im Süden des Landes festgenommen, das Amt für Immigration verweigerte ihnen die Durchreise. Da Panama einer Rückführung nicht zustimmte, sollen die Migranten ein spezielles Transitvisum für sieben Tage erhalten. Rund 200 Kubaner wurden bereits mit Bussen an den Grenzposten von Peñas Blancas (Nicaragua) transportiert. Laut den Behörden hat Nicaragua allerdings seine Grenze temporär geschlossen, das Rote Kreuz kümmert sich zusammen mit dem UN-Hochkommissar für Flüchtlinge (UNHCR) und dem Ministerium für Gesundheit um die gestrandeten Flüchtlinge. Die Regierung gab am Sonntag (15.) in Managua bekannt, die südliche Grenze zu Costa Rica mit einem Infanterie-Bataillon verstärkt zu haben.

bullen

polizei

Demnach versuchten am Wochenende mehr als tausend kubanischen Immigranten illegal nach Nicaragua zu gelangen. „In Übereinstimmung mit der Verfassung und den Gesetzen von Nicaragua hinsichtlich der Verteidigung unserer Grenzen, müssen wir die Unverletzlichkeit des Staatsgebietes gewährleisten und durchsetzen. Die Armee von Nicaragua wird die Einreise illegaler Einwanderer ins Land nicht zulassen und hat deshalb die südliche Grenze mit einem Infanterie-Bataillon verstärkt“, erklärte die nicaraguanische Regierung.

Update, 17. November

Nicaragua hat einen Ansturm der Flüchtlinge gewaltsam unterdrückt. Nach Berichten von Augenzeugen und verschiedenen Menschenrechtsorganisationen feuerten Angehörige des Militärs mit Gummigeschossen und Tränengas auf die Kubaner, die gewaltsam eine Sperre an der Grenze durchbrechen wollten.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.

Leider kein Kommentar vorhanden!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!