Uruguay: José Mujica erhält eigenes Format bei „Deutscher Welle“

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Ex-Präsident Mujica spendete 90% seines Gehalts an soziale Einrichtungen (Foto: Archiv)
Datum: 26. August 2016
Uhrzeit: 14:54 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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José Mujica, ehemaliger Präsident von Uruguay, erhält bei der Deutschen Welle ein eigenes Format. In einem Videokommentar wird Mujica, genannt „Pepe“, seine bereichernde Sicht einbringen und wichtige Themen aus dem Weltgeschehen erläutern und kommentieren. Die Kolumne mit dem Titel „Conciencia Sur – El mundo según Pepe Mujica“ (Bewusstsein des Südens – Die Welt nach Pepe Mujica“) wird ab September alle 14 Tage auf der spanischsprachigen Online-Seite der DW zu sehen sein. Programmdirektorin Gerda Meuer: „José Mujica ist eine der bemerkenswertesten Persönlichkeiten Lateinamerikas. Die Perspektive dieses charismatischen Staatmannes mit der ungewöhnlichen Biografie erweitert die Vielfalt der Stimmen in unserem spanischsprachigen Angebot ebenso wie das erfolgreich angelaufene Gesprächsformat ‚La voz de tus derechos‘ mit der kubanischen Bloggerin Yoani Sanchez.“

In der ersten Folge richtet Mujica seine Botschaft vor allem an junge Menschen, insbesondere Studenten, bei denen er „eine Art Beklemmungsgefühl vor dem Leben, vor der Zukunft“ beobachte. „Eine Jugend, der es wirtschaftlich nicht schlecht geht, zumal sie solide auf dem Boden der Universitäten steht, die aber trotzdem Angst und viele offene Fragen hat.“ Mujicas zeichnet ein düsteres Bild der modernen Welt und beklagt den „Fanatismus, die Korruption, die Gier nach Geld, die Steuerkrise, die mangelnde Bereitschaft in der Welt, die exzessive Konzentration des Reichtums zu besteuern, die Unfähigkeit, globale Verträge zum Schutz von Leben und Natur abzuschließen“.

Als Vorgeschmack auf seiner Video-Reihe, seine Ideen und Anregungen, stellt Mujica dem gegenüber: „Noch nie besaß der Mensch so viele Ressourcen, eine solche Anhäufung an Wissen, eine so große Menge an Kapital, so viele Möglichkeiten, das Schicksaal des Planeten zu ändern. Man könnte meinen, wir seien auf einem Blindflug, geblendet durch die Attraktivität der Kultur des Marktes, ohne uns daran zu erinnern, dass der wichtigste Schlüssel nicht der Markt, sondern das Leben ist.“

José Alberto Mujica Cordano, Jahrgang 1935, verbrachte als Mitbegründer der Guerillabewegung Movimiento de Liberación Nacional – Tupamaros, die während der Diktatur entstand, 14 Jahre im Gefängnis. Im Zuge der Amnestie vom März 1985 kam er frei. Aus den Tupamaros ging 1989 die Partei Movimiento de Participación Popular (MPP) hervor. Mujica war von 2010 bis 2015 Präsident seines Landes. Da er von den Bezügen lediglich zehn Prozent für sich persönlich behielt und den Großteil spendete, galt er als „weltweit ärmster Präsident“. Aktuell ist Mujica in eine international besetzte Kommission eingebunden, die die Umsetzung des Friedensprozesses in Kolumbien begleitet.

Die DW bietet ihren spanischsprachigen Nutzern in Lateinamerika einen 24-stündigen TV-Kanal und eine umfangreiches Webangebot – auch mobil auf der DW-App. Zudem ist DW auf Social-Media-Kanälen im Dialog mit der Zielgruppe.

Pressemeldung Deutsche Welle

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  1. 1
    Woyzeck

    Super!

  2. 2
    Birgit

    Super, kann man das auch irgendwo auf deutsch finden?

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