Guatemala: Friedensnobelpreisträgerin will für Präsidentschaftsamt kandidieren

Datum: 08. Mai 2011
Uhrzeit: 06:19 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Staatsoberhaupt wird für vier Jahre gewählt

Rigoberta Menchú Tum, guatemaltekische Menschenrechtsaktivistin und Preisträgerin des Friedensnobelpreises, soll erneut für das Präsidentschaftsamt im zentralamerikanischen Staat kandidieren. Im September 2007 stellte sich Menchú bereits für das Präsidentenamt zur Wahl, erhielt im ersten Wahlgang allerdings nur 3% der Stimmen. Sie wäre bei einem Wahlsieg die erste Frau und die erste Indigene in diesem höchsten Staatsamt gewesen.

Etwa 7 Millionen Guatemalteken sind dazu aufgerufen, am 11. September 2011 den neuen Präsidenten und Vizepräsidenten, 158 Kongress-Abgeordnete, 333 Bürgermeister und 20 Vertreter des zentralamerikanischen Parlaments zu wählen. Das Staatsoberhaupt in Guatemala wird für vier Jahre gewählt und kann nicht ein zweites Mal kandidieren. Bei der Präsidentschaftswahl in Guatemala am 9. September 2007 traten 16 Parteien und 14 Kandidaten um das Präsidentenamt in Guatemala an. Der Wahlkampf wurde von politischen Morden mit mehr als 40 Toten überschattet. Vor der Wahl gab es ein striktes dreitägiges Alkoholverbot um die erwarteten Ausschreitungen zu reduzieren.

Rigoberta Menchú wurde als Quiché-Maya, die in Guatemala rund 40% der Einwohner ausmachen, geboren. Sie genoss das Privileg, ein katholisches Internat zu besuchen, in dem sie mit den Ideen derBefreiungstheologie und der Frauenbewegung in Berührung kam, die sie nachhaltig beeinflussten. Ihre Familie stand der linken Guerillabewegung nahe; ihr Vater wurde wiederholt festgenommen und angeblich sogar gefoltert.

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