Guatemala behauptet seinen ersten Platz als weltweit führender Exporteur von Kardamom, deckt mehr als 50 % des internationalen Marktes ab und festigt damit eine für seine nationale Wirtschaft entscheidende Branche. Nach aktuellen Daten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) exportierte das mittelamerikanische Land im Jahr 2024 rund 28.321 Tonnen Kardamom im Wert von 496,6 Millionen Dollar und schloss das Jahr 2025 mit einer bemerkenswerten Erholung der internationalen Preise für das Gewürz ab. Die führende Position Guatemalas auf dem weltweiten Kardamommarkt ist sowohl auf die Qualität des Produkts als auch auf die anhaltende Nachfrage in strategischen Märkten zurückzuführen.
Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Bangladesch und Pakistan gehören laut Aufzeichnungen der FAO und auf den internationalen Handel spezialisierten Plattformen wie Tridge und dem Observatorio de Complejidad Económica (OEC) zu den wichtigsten Exportzielen. Die FAO berichtete, dass Guatemala im Jahr 2023 etwa 95.210 Tonnen produzierte, was 43,43 % der weltweiten Produktion dieser Kulturpflanze entsprach. Derselbe Bericht hebt hervor, dass das Land rund 53 % des weltweiten Wertes der Kardamomexporte erwirtschaftete und damit andere asiatische Produzenten wie Indien oder Sri Lanka deutlich übertraf. Tridge, eine Plattform zur Analyse der Agrarmärkte, bestätigte, dass der Wert der guatemaltekischen Exporte im Jahr 2025 zwischen 5,06 und 6,17 Dollar pro Kilogramm schwankte, was eine Erholung der Preise nach dem Rückgang in den Vorjahren widerspiegelt.
Die Einnahmen aus dem Kardamomexport stellen eine zentrale Devisenquelle für die guatemaltekische Wirtschaft dar. Unternehmen wie DESAI&CO PTE LTD, PEARL LINE TRADING, BIXA SOCIEDAD ANÓNIMA und MONTE DE ORO zählen laut den Erhebungen der OEC zu den wichtigsten Exporteuren. Im Jahr 2023 belief sich der Wert der Exporte auf 365 Millionen Dollar, während diese Zahl im Jahr 2024 auf 496,6 Millionen anstieg. Dieses Wachstum wird sowohl auf den Anstieg der internationalen Preise als auch auf die steigende Nachfrage in den Märkten des Nahen Ostens und Südasiens zurückgeführt. Von Tridge und OEC befragte Experten sind sich einig, dass die Volatilität der internationalen Preise mit klimatischen und logistischen Faktoren zusammenhängt, die sowohl die Produktion als auch den Handelsfluss beeinflussen.
Die FAO betonte die Bedeutung der Marktdiversifizierung und der Verbesserung der Anbaumethoden, um die Wettbewerbsfähigkeit Guatemalas auf dem globalen Markt zu erhalten. Laut einem Bericht des Observatorio de Complejidad Económica ist Kardamom neben Kaffee und Bananen eines der wichtigsten landwirtschaftlichen Exportprodukte Guatemalas. Derselbe Bericht wies darauf hin, dass das Land seine Führungsposition dank der Technisierung eines Teils des Sektors und der Festigung der Handelsbeziehungen mit Großabnehmern behaupten konnte. Laut der Plattform Tridge „wies der Exportpreis für guatemaltekischen Kardamom Schwankungen auf, schloss das Jahr 2025 jedoch mit einem Aufwärtstrend ab, der durch die wiederbelebte Nachfrage in Saudi-Arabien und anderen Schlüsselmärkten angetrieben wurde“.
Trotz dieses positiven Ausblicks warnen die Berichte von Tridge und der FAO, dass der Sektor mit Herausforderungen im Zusammenhang mit ökologischer Nachhaltigkeit und den Arbeitsbedingungen in den Anbaugebieten konfrontiert ist. Verschiedene internationale Organisationen haben darauf bestanden, dass verantwortungsvolle landwirtschaftliche Praktiken gefördert und die Rückverfolgbarkeit des Produkts verbessert werden müssen, um die Führungsrolle Guatemalas in den kommenden Jahren zu sichern. Die von der FAO und der OEC durchgeführte Exportüberwachung zeigt, dass Guatemala nicht nur beim Volumen, sondern auch beim Exportwert führend ist und sich damit als Referenz im internationalen Gewürzhandel positioniert.







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