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7. Oktober 2011 - 07:55h | Aktualisiert: 7. Oktober 2011 - 07:59h

Ecuador: Lothar Binding kämpft für den Yasuni-Nationalpark

Bundesregierung weigert sich ihre international gemachte Zusage zu erfüllen

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Lothar Binding ist zur Zeit mit einer Delegation des Deutschen Bundestages in Ecuador, um sich vor Ort einen Eindruck vom Yasuni-Nationalpark zu machen. Dies teilte Binding auf seiner Homepage mit. Im Parlament gibt es nach seinen Worten derzeit über alle Fraktionen hinweg eine Mehrheit, die sich für den Erhalt des Nationalparks in Ecuador und die Yasuni-Initiative einsetzt.

Die ecuadorianische Regierung hegt Pläne, zugunsten von Umwelt, Klimaschutz und der indigenen Bevölkerung auf die Ausbeutung des großen Ishpingo-Tambococha-Tiputini- (ITT-) Erdölfeldes im Osten des Nationalparks zu verzichten und sich von der internationalen Gemeinschaft für die Hälfte der entgangenen Erdöleinnahmen entschädigen zu lassen. Dies würde während 30 Jahren schätzungsweise 350 Millionen US-Dollar pro Jahr ausmachen, welche für die nachhaltige Entwicklung des Landes verwendet werden sollen. Eine Studie ergründet derzeit den genauen Wert des ITT-Ölfeldes.

Der Deutsche Bundestag unterstützte einen Verzicht auf die Ausbeutung des Ölfeldes gegen einen wirtschaftlichen Interessensausgleich. 2010 wurde einer Unterstützung des Projekts unter dem neuen Entwicklungsminister Dirk Niebel offiziell eine Absage erteilt. Nachdem Präsident Rafael Correa im Januar 2010 damit drohte, innerhalb von sechs Monaten mit der Ölförderung im ITT-Gebiet zu beginnen, traten der Außernminister sowie die gesamte Verhandlungskomission der Regierung zurück. Das Projekt steht damit auf der Kippe – zumal gleichzeitig die Vorbereitungen für den „Plan B“ (die Förderung des Erdöls) unvermindert weitergehen.

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