Tobago: Muscheltick vermittelt Urlaubsfeeling für Zuhause

Waldparkplatz

Datum: 24. April 2011
Uhrzeit: 05:43 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
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Heute haben wir uns kein bestimmtes Ziel vorgenommen. Wir fahren einfach ein wenig die Küstenstraße entlang. Vom Auto aus entdecken wir einen einsamen, langen Strand,  der durch einen schmalen Waldstreifen zur Straße hin abgegrenzt ist. Dort im Schatten der alten, hohen Bäume parken wir unser Auto.

Ich liebe es, am Strand entlang zu spazieren, und genieße es, die kühle Meeresbrise auf der Haut zu spüren. Unterwegs finden wir einige bunte, kleine Muscheln, die ich natürlich aufsammle, um sie als Souvenir mit nach Haus zu nehmen. Dort habe ich unsere komplette Wohnung maritim ausgestattet. Überall hängen Muscheln als Mobile, oder sie kleben im Bad an den Fliesen. Die großen runden Muscheln liegen irgendwo als Deko. Man könnte schon sagen, dass ich einen kleinen Muscheltick habe, jedoch es vermittelt mir immer ein wenig Urlaubsfeeling.

Am Ende der Strandhäuser, die zu der kleinen Ortschaft „Black Rock“ gehören, entdecken wir das rosarote Ferienhaus „Birdies Nest“. Dieses hatten wir in unserem letzten Urlaub zusammen mit ein paar Freunden gemietet. Gleich in der ersten Nacht wurden unsere Freunde dort in ihrer Ferienwohnung überfallen und ausgeraubt. Es kam sogar zu Tätlichkeiten, so dass die Polizei gerufen werden musste. Sie kam nach etwa 90 Minuten aus der nächsten Ortschaft, welche zehn Minuten entfernt liegt, endlich angefahren. Die Beamten waren zwar mit Maschinenpistolen bewaffnet, doch großes Interesse zeigten sie nicht. Sie erfüllten halt ihre Pflicht. Natürlich wurde der Einbrecher nicht gefasst.

Sehr schade,  wenn solche Übergriffe die Idylle zerstören. Wir alle zogen damals aus diesem Haus sofort aus, und suchten uns ein anderes Quartier. Später erfuhren wir, dass es den Urlaubsgästen, die nach uns dieses Haus gebucht hatten, genauso ergangen war wie uns. In der Zwischenzeit bietet ein hoher Eisenzaun, mit Spitzen oben dran den Gästen dieses Hauses ein wenig Schutz. Anscheinend hat der Besitzer, der sich „Prince“ nennt, aus diesen Vorfällen gelernt.

Hunger und Durst bewegen uns endlich dazu, wieder umzukehren. Unterwegs können wir ganz viele Pelikane beobachten, die sich auf Futtersuche mit dem großen Schnabel voran im Steilflug senkrecht nach unten ins Meer stürzen. Meistens tauchen sie mit einem Fisch im Schnabel wieder auf und fliegen mit ihrer Beute davon. Wir finden das Treiben der Vögel so imposant, dass wir uns eine Weile in den warmen Sand setzen, um dieses Schauspiel zu beobachten.

Später am Auto leeren wir erst mal unsere Kühltasche, die wir immer gefüllt mit zwei Sandwiches und ein paar eiskalten Flaschen Carib mitnehmen. Man kann hier auf Tobago nie sicher sein, dass man irgendwo vorbei kommt, wo man sich versorgen kann. Es gibt Gegenden, die sehr dünn besiedelt sind, und Straßen, auf denen man sich sehr schnell verfahren kann, um auf einmal mitten im Busch zu landen. Für solche Fälle ist es immer gut, Essen und Trinken dabei zu haben.

Schließlich bin ich ja nicht zum ersten Mal auf Tobago, und weiß deshalb Bescheid.

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In „Abenteuer auf Tobago“ erzählt Solveigh Köllner von all den Abenteuern und Gefahren, aber auch von der einzigartigen Natur der Insel im karibischen Meer und den faszinierenden Eindrücken einer fremden Kultur.

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  1. Anmerkung zu o.g. Artikel von Frau Solveigh Köllner:
    wir – meine Frau und ich – hatten im April dieses Jahres 2011 einen äußerst angenehmen 3-wöchigen Aufenthalt in Birdies’s Nest verbracht. Unsere Impressionen dazu haben wir dann auch gleich nach unserer Rückkehr im Tripadvisor hinterlegt. Hinsichtlich der Sicherheitsbefürchtungen von Frau Solveigh Köllner können wir die Bedenken keinesfalls teilen. Wir fühlten uns sehr sicher aufgrund der Umstände, dass das Gartentor immer nach dem Betreten und Verlassen des Grundstücks abgesperrt wurde. Auch das automatische zu bedienende Gartentor zum Strand konnten wir (sogar per Fernbedienung) bedarfsgerecht schließen. Abends/ nachts war durch die automatischen Lichtschalter Leben im Haus und das Gartenlicht wurde durch einen elektronischen Bewegungsmelder gesteuert. Im Appartement war ein Safe eingebaut und alle Fenster sind durch ein Gitter gesichert. Zusätzlich hat uns der Besitzer – Prince Robison – freundlicherweise informiert uns von den Strandhändlern (socalled Coconutman) fernzuhalten und keinerlei Geschäfte mit dieser Person zu machen. Somit erlebten wir einen rundum gelungenen Urlaub in Birdie’s Nest.

  2. Hallo Herr Rypacek,
    es freut mich, dass Sie so einen schönen Urlaub in „Birdie’s Nest“ verbracht haben.
    Auch wir hofften damals auf eine entspannte Zeit bei Prince. Leider wurden wir in der ersten Nacht gleich überfallen. Es kam sogar zu tätlichen Übergriffen, so dass die Polizei eingeschaltet wwerden musste.

    Da wir ein junges Ehepaar mit einem Baby dabei hatten, der Vater dieses Kindes in der Nacht zusammengeschlagen wurde, und die Mutter mit dem Baby auf dem Arm um ihr Leben schrie, und danach total traumatisiert war, mussten wir sofort umziehen.

    Damals war das Haus leider überhaupt nicht abgesichert. Es gab weder einen Zaun, noch ein Tor oder Licht mit Bewegungsmeldern.

    Ich wünsche Prince, dass ihm so etwas nie wieder passiert, denn er hat sich damals sehr fair gezeigt, und uns bei unserem Auszug die Miete wieder zurück gezahlt.

    Da ich eine zeitlang auf Tobago gelebt, mit meinem Mann damals sogar auf der Insel ein Haus gebaut habe, kehre ich auch immer wieder gerne dorthin zurück. Auch dieses Jahr habe ich meinen Urlaub auf Tobago verbracht. Nur sehe ich mir jetzt vorher die Häuser, in denen ich buche sehr genau an, was Sicherheit betrifft.

    Ich wünsche Ihnen weitere schöne entspannte Ferienaufenthalte auf Tobago.

    Mit freundlichen Grüßen
    Solveigh Köllner

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