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Massenflucht aus Venezuela: Kolumbien benötigt internationale Hilfe

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Juan Manuel Santos ist Träger des Friedensnobelpreises (Foto: Archiv)
Datum: 14. Februar 2018
Uhrzeit: 13:31 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Seit Monaten überqueren täglich Tausende Venezolaner die Grenze in die Nachbarländer Kolumbien und Brasilien. Sie flüchten vor der eskalierenden wirtschaftlichen und politischen Krise in ihrem Land. Das von wirtschaftlichen Analphabeten verursache Chaos wird zum Problem für ganz Lateinamerika, Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hat die internationalen Gemeinschaft um Hilfe gebeten. Die Zunahme der Einwanderung aus dem Nachbarland zwang die kolumbianischen Behörden bereits vor einer Woche, die Kontrollen zu intensivieren und die Grenzregion mit mehr als 3.000 Soldaten zu verstärken.

„Wir schätzen die Angebote der internationalen Gemeinschaft für finanzielle und andere Formen der Unterstützung und sind voll und ganz darauf vorbereitet, sie zu erhalten. Wir brauchen diese Unterstützung, weil sich dieses Problem leider von Tag zu Tag verschlimmert“, so Santos während eines Regierungsakts am Dienstag (13.). Nach Angaben der Einwanderungsbehörde stieg die Zahl der in Kolumbien lebenden Venezolaner in der zweiten Jahreshälfte 2017 um 62 Prozent auf über 550.000. Die meisten von ihnen haben kein Visum und überqueren die poröse 2.219 Kilometer lange Grenze wegen fehlender Einwanderungskontrollen.

Die Bildungs- und Gesundheitssysteme sind in den letzten Monaten von der Nachfrage Zehntausender Venezolaner überwältigt worden, was zu einer Verschlechterung der sozialen Dienstleistungen für die ärmsten Kolumbianer geführt hat. Angesichts der zunehmenden Zahl von Flüchtlingen, die die Grenze überqueren (darunter unbeaufsichtigte Kinder, die Impfungen und kostenlose Bildung erhalten), schätzte Finanzminister Mauricio Cárdenas kürzlich das Investitionsvolumen für den Bau eines Hilfe-Zentrums für Flüchtlinge auf etwa 30 Millionen US-Dollar.

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  1. Nach meinem Kenntnisstand können sich Kolumbien und Venezuela seit über 20 Jahren nicht besonders gut leiden. Wenn nun anscheinend Venezuela nach Kolumbien flieht kommt mir das so vor, als ob arbeitslose Deutsche von Deutschland nach Zypern, oder Griechenland oder in andere ökonomisch problematische Länder fliehen wollen. Wem soll das nützen?

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