Guatemala: Präsidentschaftskandidatin verhaftet – Update

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In den Umfragen führt Sandra Torres von der Partei "Einheit der nationalen Hoffnung" (Fotos: /SandraTorresGua)
Datum: 16. Juni 2019
Uhrzeit: 07:30 Uhr
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Autor: Redaktion
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Im zentralamerikanischen Land Guatemala finden am Sonntag (16.) Präsidentschaftswahlen statt. Ebenfalls wählen die Guatemalteken einen neuen Kongress, 19 Kandidaten und 25 Parteien sind angetreten. Weltweit gehört der im Norden an Mexiko grenzende Staat zu den Ländern mit der höchsten Armutsquote und der am wenigsten ausgewogenen Einkommensverteilung, Korruption und eine „Narcopolitik“ haben die „República de Guatemala“ fest im Griff. Guatemala ist eines der Länder in der Region, aus dem sich viele Menschen in der Hoffnung auf ein besseres Leben über Mexiko auf den Weg Richtung USA machen. In den Umfragen führt Sandra Torres von der Partei „Einheit der nationalen Hoffnung“ (Unidad Nacional de la Esperanza/UNE). Die 63-Jährige und ihre als sozialdemokratisch eingestufte Partei ist die einzige langlebige unter den gut zwei Dutzend, die sich am Wahlkampf beteiligen. „UNE“ stellte bereits 2008 bis 2012 den Präsidenten Álvaro Colom, mit dem Torres bis 2011 verheiratet war. In Zeiten als „Primera Dama“ war sie für Sozialprogramme verantwortlich, die ihr vor allem in ländlichen Gebieten große Popularität verschafft haben. Torres kandidiert nun schon zum vierten Mal für das höchste Amt in Guatemala und wird als einzige „Überlebende unter den Favoriten“ bezeichnet.

Update, 17. Juni

Nach Auszählung von über zwanzig Prozent der abgegebenen Stimmen führt Sandra Torres die erste Runde der Wahlen an (23,33 Prozent). An zweiter Stelle folgt mit 15,70 Prozent Alejandro Giammattei von der Partei „Guatemala Diferente“ und dahinter mit 12,83 Prozent der Kandidat der „Partido Humanista de Guatemala (PHG), Edmond Mulet. Damit zeichnet sich ab, dass sich Torres am 11. August einer Stichwahl mit Giammattei stellen muss.

Update

Nach Auszählung von 94 Prozent der gültigen Stimmen wurde bestätigt, dass Sandra Torres die erste Runde der Präsidentschaftswahlen mit 25,27 Prozent gewonnen hat. Giammattei kommt auf 14,08 Prozent, Edmond Mulet von der „Partido Humanista de Guatemala“ (PHG) auf 11,32 Prozent, Thelma Cabrera von „Movimiento de Liberación de los Pueblos“ (MLP) auf 10,47 Prozent und Roberto Arzú von der „Alianza PAN-Podemos“ auf 6,19 Prozent. Da keiner der Kandidaten die erforderliche fünfzig Prozent-Schwelle überschritten hat, kommt es am 11. August zu einer Stichwahl zwischen Torres und Giammattei.

Update, 11. August

Mehr als 8 Millionen Guatemalteken wählen am Sonntag den Nachfolger von Präsident Jimmy Morales. Umfragen sehen Alejandro Giammattei von der Partei „Vamos“ mit rund 50 Prozent der Stimmen in der Favoritenrolle. Die Umfragen weisen jedoch mehr als 20 Prozent Unentschlossenheit auf, was das Wahlergebnis offen lässt.

Update, 12. August

Alejandro Giammattei wurde zum neuen Präsidenten von Guatemala gewählt. Nach Angaben der Behörden erhielt er mehr als 55% der Stimmen, Sandra Torres lediglich 41%.

Update, 2. September

Am Montag haben Sicherheitskräfte Sandra Torres verhaftet. Die Staatsanwaltschaft wirft Torres vor, ihren Wahlkampf irregulär finanziert zu haben.

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