Chile billigt Lithium- und Salinen-Komitee

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Man geht davon aus, dass Chile und die Nachbarländer Bolivien und Argentinien mehr als die Hälfte des weltweit gewinnbaren Lithiums in unwirklichen Salinen lagern (Foto: Archiv)
Datum: 17. Mai 2023
Uhrzeit: 12:54 Uhr
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Autor: Redaktion
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Die chilenische Gesellschaft für Produktionsentwicklung (Corfo) hat am Montag (15.) die Gründung des „Komitees für Lithium und Salinen“, eine der Maßnahmen gebilligt. Das „Comité del litio y salares“ war in der von der Regierung des südamerikanischen Landes im vergangenen April angekündigten Nationalen Lithium-Strategie enthalten. Corfo erklärte, dass der Zweck des „Lithium- und Salinenausschusses“ darin besteht, an der Verwirklichung der Ziele der nationalen Lithiumstrategie in den Bereichen mitzuwirken, in denen Corfo über Kompetenzen oder Zuständigkeiten verfügt oder in denen es als technisches Beratungsorgan fungieren kann. Er wird auch die Aufgabe haben, sich mit verschiedenen Ministerien und anderen öffentlichen Einrichtungen sowie mit den Regionalregierungen zu koordinieren. Dieser neue Ausschuss wird von einem „Strategischen Rat“ geleitet, der sich aus den Ministerien für Bergbau (Vorsitz), Wirtschaft, Entwicklung und Tourismus, Finanzen, auswärtige Angelegenheiten, Umwelt, Wissenschaft, Technologie, Wissen und Innovation sowie Korfu zusammensetzt.

Der chilenische Präsident Gabriel Boric hat im April die Nationale Lithium-Strategie vorgestellt, die den chilenischen Staat als Akteur im gesamten Produktionszyklus dieses Minerals vorsieht und eine öffentlich-private Allianz über die Nationale Kupfergesellschaft (Codelco) vorsieht. Der Plan sieht auch die Gründung einer nationalen Lithiumgesellschaft vor, ein Projekt, das dem Kongress des südamerikanischen Landes vorgelegt wird, wo es diskutiert und genehmigt werden muss, bevor es in Kraft tritt.

Chile verfügt in seinen nördlichen Salinen über eines der größten Lithiumvorkommen der Welt und ist bestrebt, seine Position als weltweit führender Lithiumlieferant zu festigen. Im Jahr 2022 war Lithium das am häufigsten exportierte Nicht-Kupferprodukt des Nachbarlandes von Peru, Bolivien und Argentinien und es wird erwartet, dass es in Zukunft eine wichtige Einnahmequelle sein wird.

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