Paraguay nimmt aus den USA abgeschobene Drittstaatsmigranten auf

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Das Abkommen sieht „die geordnete und sichere Überstellung spanischsprachiger Drittstaatsangehöriger ohne Vorstrafen, die sich in den Vereinigten Staaten aufhalten“, vor (Foto: UnsleberHartmut)
Datum: 22. April 2026
Uhrzeit: 17:00 Uhr
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Autor: Redaktion
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Die Behörden in Paraguay haben bestätigt, dass die erste Gruppe von Migranten, die aus den Vereinigten Staaten abgeschoben wurde, im Rahmen eines Abkommens über Migrationspolitik zwischen den beiden Ländern am kommenden Donnerstag (23.) im südamerikanischen Binnenstaat eintreffen wird. Das Memorandum sieht vor, dass Paraguay nach Prüfung der Daten spanischsprachige Migranten ohne Vorstrafen aufnehmen kann. Der Präsident der Nationalen Flüchtlingskommission (CONARE), Carlos Vera, gab dies im Außenministerium bekannt, in Begleitung des Direktors für Migration, Jorge Kronawetter, und des Geschäftsträgers a.i. der US-Botschaft, Robert Alter.

Das Abkommen sieht „die geordnete und sichere Überstellung spanischsprachiger Drittstaatsangehöriger ohne Vorstrafen, die sich in den Vereinigten Staaten aufhalten“, vor. Die Einzelheiten des Abkommens sehen vor, dass die US-Regierung Paraguay monatlich eine Liste mit bis zu 25 Personen vorlegt. Die paraguayische Regierung hat bis zu 72 Stunden Zeit, um über die Aufnahme oder Ablehnung der aufgeführten Personen zu entscheiden. Die Migranten kommen in Paraguay an, um anschließend in ihre Herkunftsländer zurückzukehren. Nach Angaben von Beamten wird diese erste Gruppe aus Personen bestehen, die aus Ländern der Region abgeschoben wurden.

Die Situation verursache keine Kosten für den paraguayischen Staat, bekräftigten die Behörden. Die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und finanzielle Unterstützung bis zu ihrer Rückkehr in ihre Heimatländer werden von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) der Vereinten Nationen übernommen, im Rahmen einer Zusammenarbeit, die bereits in anderen Ländern umgesetzt wird, merkte Vera an.

Asylantrag

Der Leiter der CONARE wies darauf hin, dass abgeschobene Migranten Asyl oder den Flüchtlingsstatus beantragen können, wenn sie die gesetzlich festgelegten Voraussetzungen erfüllen, damit die CONARE sie als Flüchtlinge anerkennt. Die Migranten durchlaufen zudem die entsprechenden Einwanderungsverfahren für die Einreise in das Land und können sich daher entscheiden, zu bleiben.

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