Hundert Milliarden Dollar Raub in Venezuela► Seite 3

dollar

Datum: 31. August 2011
Uhrzeit: 16:47 Uhr
Ressorts: Leserberichte
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Martin Bauer, Caracas (Leser)
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Die chinesische Regierung weiss um diese Zustände und auch, dass die PDVSA so niemals die Lieferverpflichtungen zur Rückzahlung gewährter Milliardenkredite erfüllen kann. Milliardenkredite, gewährt an die venezolanische Regierung, sprich an Chávez, nicht an die PDVSA, für die aber die PDVSA die Rückzahlung leisten soll, was ihr durch permanenten Raub ihrer Einnahmen durch die Regierung unmöglich ist! Auch den Chinesen ist inzwischen klar, dass von ihren Krediten kein Cent bei der PDVSA oder sonst irgendwo in Venezuela ankommt. Vielmehr werden damit Scheinprojekte finanziert, wie der Bau von Wohnungen, Eisenbahnlinien, U-Bahnen durch ausländische Firmen… Projekte, die angefangen aber nie beendet werden, für die jedoch das Geld in vollem Umfang auf ausländische Konten geht oder gar nicht erst nach Venezuela kommt. Es ist logisch, dass die mit den Projekten zum Schein beauftragten Firmen diese Gelder nicht erhalten, und wenn, dann nicht behalten. Ein gewisser Prozentsatz wird gezahlt, als Gegenleistung für die Vortäuschung eines nie vollzogenen Geschäftes und den Transfer von Milliarden, der Rest geht auf private Konten von venezolanischen Regierungsmitgliedern.

Die Staatspleite von Venezuela ist also vorprogrammiert und auch für den Dümmsten erkennbar, und zu denen zählen die Chinesen wirklich nicht. Skrupel, das venezolanische Volk auszurauben, kennen sie auch nicht, machen sie doch mit ihrem eigenen Volk nichts anderes. Darum verweigern sie keineswegs die Vergabe neuer Kredite, solange aus Venezuela noch etwas zu holen ist. Nun bestehen sie auf Deckung durch Gold. Und prompt fängt Chávez an, die nationalen Goldreserven von einem Land ins andere zu schieben, stets mit vagen, unklaren Angaben, so dass keiner ausser ihm letztendlich weiss, wo der Goldschatz abgeblieben ist. Und ebenso prompt verstaatlicht er alle als Bodenschätze vorhandenen Goldvorräte, um auch diese beleihen zu können.

Addiert man die von der venezolanische Regierung dem eigenen Land und Volk entzogenen Geldbeträge und Werte, landet man leicht bei einem dreistelligen Milliardenbetrag in Dollar, ähnlich wie bei Gaddafi. Ich kenne vergleichbare Zahlen nicht von chinesischen und russischen Machthabern der Vergangenheit und Gegenwart. Man darf aber mit Sicherheit davon ausgehen, dass Hugo Chávez Frias einen Spitzenplatz unter den grössten Dieben der Menschheitsgeschichte einnimmt. Nach U.S. amerikanischen Recht dürften allein seine Wirtschaftsdelikte eine Gefängnisstrafe von mehreren Tausend Jahren wert sein. Für zahlreiche seiner Parteifreunde wären es wohl auch ein paar Jahrhunderte.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Gast.

    Danke! Die Zusammenhänge der Erdöl-Maffia gehen schon seltsame
    Wege.Der Niedergang des Systems ist unausweichlich,man siehts ja
    jeden Tag in der Praxis.
    Selbst wenn die Regierung ausgetauscht wird dauert es Jahrzehnte
    um einigermaßen wieder Normalität zu erreichen.

    • 1.1
      Afrika

      So wie es aussieht, wird Venezuela schneller als geglaubt in der Gosse enden. Wenn man alleine bedenkt, auf wieviele Jahrzehnte die Chavezbanditen Verträge eingehen, die irgendwann bedient werden müssen, kann sich das venezolanische Volk schon mal warm anziehen und genügend Schnaps auf Vorrat kaufen um das kommende Elend zu ersäufen.
      Wie schwer es ist dem Volk eines Tages gestohlenes Geld wieder zurück zu geben, hat die Vergangenheit deutlich gezeigt.

      Die Intelligenten haben am EXODUS bereits teilgenommen.

  2. 2
    Der Bettler

    Wieder mal ein hervorragender detailierter Bericht über die Dollar und Öl-
    mafia.Wir kommen an so ein Material niemals ran,darum freut es mich sehr
    daß Du, Martin in diesem Forum schreibst.Die ganzen Zusammenhänge
    sind ja haarsträubend.Wie es ausgehen wird zeichnet sich ja schon seit
    Jahren ab.

    • 2.1
      Martin Bauer

      Besten Dank! Aber ich habe auch keinen Zugang zu geheimen Interna. Ich lese nur, was öffentlich zugänglich ist und höre was die Betroffenen sagen.

      Die Emission einer jeden Anleihe wird veröffentlicht, mit allen Details und Konditionen. Das Material ist jedem zugänglich. Wer dann den Nutzen und wer den Schaden hat, ist offensichtlich.

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