Neue Sturmgefahr bedroht Millionen Menschen in Zentralamerika

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Überflutete Häuser am Straßenrand in Pimienta, Cortés (Fotos: WorldVision)
Datum: 12. November 2020
Uhrzeit: 13:26 Uhr
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Autor: Redaktion
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Eine Woche nach Hurrikan Eta sind in Zentralamerika immer noch viele Orte überflutet oder mit Trümmern zerstörter Häuser übersät, hunderttausende Menschen ohne ein sicheres Dach über dem Kopf. Der Sturm hat mitten in der Corona-Pandemie die ohnehin schwierigen Bedingungen für Millionen Familien nachhaltig verschlechtert – eine Region, die bereits mit zunehmender wirtschaftlicher Krise, Hunger und Arbeitslosigkeit zu kämpfen hat. Und in der Region kündigen sich weitere stürmische Tage mit Regenfällen an. „Dieses Jahr beobachten wir weltweit besonders viele heftige Stürme“, sagt Martin Hiltbrunner, Nothilfe-Referent der Kinderhilfsorganisation World Vision. „Auch wenn wir bereits Katastrophenhilfe leisten, benötigt Zentralamerika mehr Unterstützung für Vorsorge und Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen Krisen.“

World Vision arbeitet mit dem örtlichen Katastrophenschutz, UN-OCHA und anderen humanitären Organisationen, aber auch mit Kirchen und vielen Freiwilligen zusammen, um bedrohte Menschen auf weitere Regenfälle vorzubereiten. Helferinnen und Helfer der internationalen Organisation setzen sich besonders für den Schutz von Kindern und Jugendlichen ein. Sie unterstützen auch die Versorgung notleidender Familien in Honduras, Nicaragua, Guatemala, El Salvador und Costa Rica.

„Dank unserer Nothilfe-Fonds und Präsenz in den Gemeinden konnten wir sofort damit beginnen, Hilfspakete zusammen zu stellen, die passend zum lokalen Bedarf an die Bedürftigsten verteilt werden“, erläutert Hiltbrunner. In Notunterkünften bestehe beispielsweise großer Bedarf an Hygiene-Artikeln, Masken und Desinfektionsmitteln, um eine weitere Ausbreitung von Corona-Infektionen zu verhindern. Viele Familien bräuchten außerdem Lebensmittel, Schutzplanen bzw. Dachmaterial, Reparatursetz oder Unterstützung der medizinischen Versorgung.

Von Hurrikan Eta sind 3,4 Millionen Menschen direkt betroffen, 1,5 Millionen Menschen benötigen nach offiziellen Schätzungen dringend humanitäre Hilfe. „Die Schäden an Häusern, der Infrastruktur und an Ernten sind massiv; es wird lange dauern, bis die betroffenen Gebiete wiederhergestellt sind“, sagt Jorge Galeano, Leiter der World Vision-Büros in Honduras und Guatemala. Er hat gerade Orte im honduranischen Sula-Tal besucht, wo dutzende Menschen in den Fluten ertranken und zehntausende ihr Hab und Gut verloren.

In Nicaragua sind 96.000 Familien obdachlos, 84.000 Menschen haben Trinkwassermangel, 379 Schulen wurden zerstört und 18.000 Brunnen sind verseucht. „Diese Notlage inmitten einer Pandemie ist überwältigend“, sagt Galeano. In Guatemala wurden Projektgebiete getroffen, die vorher bereits mit Nahrungsunsicherheit zu kämpfen hatten, etwa in Chicimula und Huehuetenango. Erdrutsche verschütteten mehr als 100 Menschen und stellen weiterhin eine Bedrohung in der Region dar. „Der Boden ist bereits gesättigt, schon eine milde Zunahme der Niederschläge könnte tödlich sein“, sagt Jorge Galeano. „Viel Zeit bleibt nicht, um neues Leid zu verhindern“, warnt er.

World Vision Deutschland bittet unter dem Stichwort „Hurrikan Mittelamerika“ um Spenden:

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World Vision
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IBAN: DE72370601934010500007

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