Dialog in Venezuela: Opposition verlässt den Verhandlungstisch – Update

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Jesus Torrealba (Mitte), Exekutivsekretär des MUD, hat genug von der Hinhaltetaktik (Foto: MUD)
Datum: 06. Dezember 2016
Uhrzeit: 16:34 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die venezolanische Opposition hat auf die Verzögerungstaktik des diktatorischen Regimes reagiert und am Dienstagnachmittag (6.) Ortszeit den Verhandlungstisch verlassen. „Es wäre unaufrichtig von uns mit dem Regime an diesem Tisch zu sitzen und so zu tun, als ob alles normal wäre“, so Jesus Torrealba, Exekutivsekretär des Bündnisses „Tisch der Demokratischen Einheit“ (MUD) in einer Erklärung. Kurz zuvor hatte Präsident Nicolas Maduro dem Vatikan, der eine Art Mittlerrolle zu spielen versucht, Parteilichkeit vorgeworfen.

„Dieses Regime spielt lediglich auf Zeit – dies lehnen wir ab. Unser Bündnis ist allerdings zu jeder Zeit zu Gesprächen mit internationalen Vermittlern , vor allem mit dem Vertreter des Vatikan, bereit“, bekräftigte Torrealba. Er traf sich mit dem Nuntius Aldo Giordano und Monsignore Claudio Maria Celli in der Apostolischen Nuntiatur, um die Lage der politischen Gefangenen zu diskutieren. Weitere Gespräche sind mit den politischen Führern der Oppositionskoalition, Studentenvertretern und Abgeordneten in der Nationalversammlung geplant.

„Ich informiere das Land und die Welt darüber, dass wir uns noch im Mechanismus des Dialogs befinden. Die Sitzung am Dienstag werden wir nicht besuchen und werden nur noch mit Vermittlern des Vatikan diskutieren“, bekräftigte Torrealba in einer im Radio übertragenen Rede.

Update, 7. Dezember

Laut Monsignore Claudio Maria Celli, Vatikan-Gesandter und Begleiter des politischen Dialogs, wird „dieser Prozess nach einer Phase der Überprüfung auf Nachhaltigkeit am 13. Januar kommenden Jahres reaktiviert“.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    VE-GE

    wie oft noch……..mit diesem Regim kann man nicht verhandeln……..die mussen weg

    • 1.1
      heriberto

      wie weg ? .

      eventuell den Präsidentenpalast und alle wege dahin mit dem Volk abriegeln .

      alles friedlich , 1 Million menschen können das schaffen.

      dann kommt sicher das Militär , die brauchen aber auch essen und trinken.

      wenn DIE nichts mehr an Nachschub bekommen ist maduro geschichte.

  2. 2
    Alexandro

    Jede Minute Gespräch, ergibt die von dem vollgefressenen Maduro und seinen Spiessgesellen erwünschte Verzögerung des „demokratischen Wandels“ in Venezuela. Die Opposition muss endlich einmal merken, das Gespräche keinen Schritt vorwärts bringen. Ich hab den Kubaner im TV bei der Beerdigung seines Vorbildes gesehen, er ist inzwischen so fett, das er sich wohl eher tod frisst als das die Opposition irgend etwas mit ihm erreicht. Papa Franzisko, währe gut beraten gewesen, wenn er in bei seinem letzten Besuch vor die Türe gesetzt hätte.

  3. Papa Francisco weiss wie kein Anderer : Die Religion ist das Opium des Volkes(Karl Marx). Der Vatikan ist parteiisch (Maduro).In der Tat hat er dem Regime geholfen Zeit zu gewinnen! Nun kehrt der Vertreter nach Rom zurück, um in Pomp und Fülle Weihnachten zu feiern.Die Venezolaner angewiesen,bis zum 13.Januar schweigend zu sterben.Jene die es überleben,dürfen sich dann auf das nächste Kapitel des Dialogs freuen.Wie zynisch sind doch die Vertreter Gottes.Da erinnere ich mich wieder an den Satz von Herrn Bauer: Wenn man sieht was im Vatikan rumläuft,für was brauch die Kirche noch Teufel ! Und die MUD scheint schon längst betäubt.

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